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Die sichtbare Stimme

Die Physiologie der Stimme - beim Sprechen und Singen - vom Freiburger Institut für Musikermedizin. Meine Empfehlung!








 

Jahresgruppen 2019 ausgebucht! Freie Plätze ab 2020!

Warteliste für 2020 ist eröffnet. 
Bei Interesse melden Sie sich gerne bei mir über das Anmeldeformular. 





 

Neues Modul der Reihe "Stimmtherapie nach der Lichtenberger® Methode"

Erstmals wird 2019 in Köln "Stimmtherapie nach der Lichtenberger® Methode" - Modul 5: Körper angeboten. 
Bitte buchen Sie über das Fortbildungsinstitut ProLog Wissen.
 


Empfehlung: Moderationskonzert vom Lichtenberger® Institut


Rezension in der Fachzeitschrift "Sprache - Stimme - Gehör"

W. Föcking, M. Parrino
Praxis der Funktionalen Stimmtherapie
2015, Berlin, Springer, 249 Seiten, 34,99 €
ISBN: 978-3-662-46604-9

Mit dem Buch des Autorenpaares Föcking und Parrino liegt ein erster, praxisorientierter Leitfaden zum funktionalen Ansatz in der Stimmtherapie vor, der sowohl unerfahrene als auch fortgeschrittene Stimmtherapeuten in die Theorie der Stimmphysiologie aus funktionaler Sicht einführt und wertvolle, strukturierte Anregungen für die direkte Arbeit an der Stimmfunktion liefert.

Basierend auf einem humanistischen Menschenbild wird im 93 Seiten starken Theorieteil sowohl die physiologische Stimmfunktion der Sing- und Sprechstimme als auch psychische Aspekte des Gesamtsystems Stimme erläutert.
In der funktionalen Methode steht der Larynx mit seiner Doppelventilfunktion und sein glottisches Muskelsystem im Fokus.
Die Autoren bemühen sich um eine strukturierte Einteilung in Kategorien der Stimmfunktion (Klangvorstellung, Doppelventilfunktion, Ton- und Klangbildung, Artikulation, Atmung, Durchlässigkeit und Rhythmus) und sogenannte „Ordner“, die erstmals vom Lichtenberger® Institut aus synergetischer Sicht so benannt wurden.
In Abgrenzung zu einer reinen Gesangs- oder Stimmpädagogik widmen sich 3 Kapitel auf Basis der patientenzentrierten Gesprächsführung nach Rogers und systemischen Ansätzen dem Zusammenhang von Dysphonien und psychischen Aspekten sowie Implikationen für die therapeutische Behandlung.
Der anschließende umfangreiche Praxisteil, der sich maßgeblich aus der über 30 jährigen Erfahrung des Lichtenberger® Instituts speist, gliedert sich in 17 Übungskategorien, in denen einzelne Übungen mit Zielsetzung, Vorgehen sowie Gedanken zum Transfer anschaulich beschrieben werden. Für Stimmtherapeuten, die in dieser Methode schon Selbsterfahrung sammeln konnten, dient die Zusammenstellung der Übungen als abwechslungsreiches, effektives und kreatives Repertoire in ihrer stimmtherapeutischen Praxis.
Abgerundet wird das Buch durch einen Serviceteil, in dem die Autoren sowohl einen funktional orientierten Anamnese- und Befundbogen als auch Audiobeispiele von Stimmübungen sowie Videodateien von Stroboskopien online zur Verfügung stellen.
Die Bezeichnung „Funktionale Stimmtherapie“ ist mittlerweile ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Strömungen und Entwicklungen. Die Abgrenzung der unterschiedlichen und teilweise auch widersprüchlichen Methoden wie zum Beispiel „Lichtenberger® Methode für angewandte Stimmphysiologie“ nach Rohmert/Landzettel, aus der Sabine Gross-Jansen eine „Funktionale Stimmtherapie“ für pathologische Stimmen abgeleitet hat, die „Funktionale Stimmpädagogik“ nach Rabine und der daraus resultierenden „Funktionale Stimmtherapie nach dem Göttinger Modell“ nach Kruse wird von den Autoren nicht vorgenommen.
Das Lichtenberger® Institut für angewandte Stimmphysiologie unter der Leitung von Rohmert/Landzettel ist basierend auf der Gesangspädagogik Reids der Ausgangsort für alle funktionalen Methoden, an dem seit 30 Jahren gelehrt und geforscht wird. Der umfangreiche Praxisteil basiert zum größten Teil auf den Erfahrungen dieses Instituts. Dieser Tatsache wird jedoch nicht ausreichend durch Kennzeichnung oder Zitierung Rechnung getragen.
Die „funktionalen Methoden“ beruhen auf unterschiedlichen Hypothesen und Schwerpunkten und sollten gesondert betrachtet werden. Der stimmtherapeutische Ansatz nach dem Göttinger Modell präferiert beispielsweise auf Grund von Kruses Studien die Stimulierung der hypotonen Stimmlippen teilweise mittels Reizstrom, während in der Lichtenberger® Methode der sensorischen Beschäftigung mit den Bindegeweben und der Fokussierung auf die Klangstruktur eine zentrale Rolle zukommt.
Systematisch unklar ist der Zusammenhang von „Ordnern“ und „Funktionen“ der Stimme im Theorieteil, deren Einteilung sich außerdem nicht in den Kategorien der Übungen wieder findet.
Es ist den Autoren gelungen, den sehr komplexen Ansatz der „Funktionalen Stimmtherapie“ nachvollziehbar zu beschreiben und Lust auf die direkte, funktionale Arbeit mit der Stimme zu wecken, in dem sie ein umfangreiches Übungsrepertoire zur Verfügung stellen.
Insgesamt sehr empfehlenswert.

Katharina Feldmann, Köln


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